Information zur Erlaubnispflicht von Hundetrainer_innen & Hundepsycholog_innen:

Vom 11. Juni 2014

Hundetrainer_innen und Hundeschulen benötigen ab dem 01.08.2014 eine Erlaubnis des zuständigen Amtstierarztes / Veterinäramtes. Eine längst überfällige Entscheidung, die ich aus vielerlei Gründen von Herzen begrüße.
Der Gesetzgeber spricht hierbei von der Ausbildung von Hunden sowie von der gewerbsmäßigen Anleitung eines Tierhalters zur Hundeausbildung. Damit fallen also auch Hundepsycholog_innen unter diese neue Regelung (siehe § 11 Absatz 1 Nr. 8 Tierschutzgesetz und § 21 Absatz 4b Tierschutzgesetz). Ziel dieser Regelung ist es, im Sinne der Tiere (und seines Menschen) und des Tierschutzes Mindestqualitätsstandards sicherzustellen und ein einheitliches Berufsbild zu entwickeln.

Aus diesem Grund sind für den Erhalt der erforderlichen Erlaubnis einige Voraussetzungen zu erfüllen. Welche dies genau sind, kann man beim hiesigen Veterinäramt erfragen. Leider gibt es z.Z. keine bundeseinheitliche Regelung. Ich hoffe sehr, dass diese noch umgesetzt wird.

Z.Z gilt:
Eine Erlaubnis wird nur dann erteilt, wenn der/die Antragsteller_in aufgrund der Ausbildung oder der bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.
Hier kommt u.a. eine abgeschlossene Ausbildung als Tierpfleger_in, Tiermedizinische/r Fachangestellte/r oder als Hundefachwirt_in (IHK) infrage. Aber auch andere Qualifikationslehrgänge und Prüfungen, z.B. bei der Landestierärztekammer, bei Tierschutzverbänden, bei der Industrie- und Handelskammer oder bei Hunde- und Fortbildungsakademien können vom Amtstierarzt als Qualifikationsnachweis anerkannt werden.

In einem Fachgespräch muss die betroffene Person gegenüber dem Amtstierarzt in einer schriftlichen und / oder mündlichen und meist auch praktischen Prüfung ihre fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen. Oft wird in diesem Zusammenhang von einer „Sachkundeprüfung nach § 11 Tierschutzgesetz“ gesprochen.

Zu guter Letzt: Wer nach dem 01.08.2014 als Hundetrainer_in oder Hundepsychologe/in arbeitet, macht sich strafbar (§ 18 Absatz 1 Nr. 20 Tierschutzgesetz). Die Bearbeitungszeit von ca. 4 Monaten sollte lieber eingeplant werden.

Für umfangreichen Sachverstand, achtsame Trainingsmethoden & Feingefühl als Qualitätsmerkmal im Hunde- & Menschentraining!
Nadine Liebert

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