…jetzt bereits bedenken und vorbereitende Maßnahmen treffen: Silvesterangst bei Hunden

Vom 2. November 2012

Was für die meisten Menschen mit Spass und Freude verbunden ist, bedeutet für viele Hunde und deren Halter_innen puren Stress. Da viele Hunde regelrecht Panikattacken bereits bei dem ersten Knaller bekommen. Sie sind verstört, nicht ansprechbar, zittern, lösen sich … Kurzum sie erleiden erheblichen Stress. Gerade bei alten und/ oder kranken Tieren ist dies äußerst problematisch.
Neben rassespezifischen Eigenschaften spielen Erfahrungen und das Verhalten der Besitzer eine ausschlaggebende Rolle bei dieser Art von Angst.

Wie kann man seinen Hund auf die Knallerei zum Jahreswechsel vorbereiten?
Wie kann man schon bei einem jungen Hund dem vorbeugen?

Bereits in den Wochen -am besten 2 Monate- vor dem Jahreswechsel sollten Sie beginnen, Ihren Hund auf die bevorstehende Knallerei vorbereiten.
Prinzipiell ist es wichtig, dass Hunde bereits im Welpenalter an alle Alltagsgeräusche gewöhnt werden. Ein Fehler, der häufig von Hundebesitzern gemacht wird, ist das Trösten und Beruhigen-wollen, wenn ihre Hunde Anzeichen von kleinster Unsicherheit haben. Richtiger wäre es, das beunruhigte Verhalten des Hundes in diesen Situationen zu ignorieren und durch eigenes souveränes Verhalten zu bestärken. Verhält man sich so, lernt der Hund, dass nichts Schlimmes passiert, dass der Mensch die Situation „im Griff hat“ und wird in Zukunft gelassener.
Im Fachhandel gibt es sogenannte Geräusch-CDs zur Desensibilierung von Hunden. Mithilfe dieser CDs kann man Hunde schrittweise an „unangenehme“ Geräusche gewöhnen. Allerdings sollte man damit frühzeitig beginnen. Also im Falle von Sylvesterangst mehrere Wochen vor dem Jahreswechsel.

Handelt es sich um eine Silvesterangst sollte der Hund in seiner Angst nicht allein gelassen werden, d.h. es darf nicht ignoriert werden. Ansonsten lernt er, dass er seinem Herrchen/Frauchen nicht wirklich vertrauen kann. Hier sollte man die Nähe, wenn vom Hund erwünscht, des Hundes zulassen und ihm eine Rückzugsmöglichkeit im oder unterm Bett ruhig gewähren. Alternativ kann man seinen Hund auch an die Box/Zimmerkennel gewöhnen.

Wenn Ihnen bereits bekannt ist, dass Ihr Tier sehr unter dem alljährlichen Lärm der Knallerei leidet, sollten Sie zu Hilfsmitteln wie Bachblüten oder Homöopathischen Medikamenten greifen. Optimal wäre es, wenn die Zusammenstellung der Bachblüten oder homöopathischen Medikamente durch einen Tierheilpraktiker erfolgt, der Ihren Hund auch gut kennt.
Wenn dies nicht möglich ist, so können Sie Rescue Remedy Tropfen oder Globuli verabreichen. Sie haben sich als Notfalltropfen bei Stress, Panik, Verletzungen und Schock bewährt.

Damit der Jahreswechsel mit ihrem Hund so stressfrei wie nur möglich verbracht werden kann, rate ich außerdem dazu, den Hund in der Zeit nicht von der Leine zu lassen. Auch Hunde, die über einen guten Grundgehorsam verfügen, können sich erschrecken und in Panik weglaufen…

Gern berate ich Sie bei der Vorbereitung.

Nadine Liebert
Tierpsychologin (ATN)
mit der Spezialisierung Hund

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Hier finden Sie Informationen zu Verhaltensproblemen und Verhaltens- störungen die für Sie als HalterIn in Ihrem Zusammenleben mit Ihrem Hund ein Problem darstellen können.
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