Silvesterangst bei Hunden 1.Teil

Vom 9. Dezember 2013

von Nadine Liebert

Was für viele Menschen mit Spaß und Freude verbunden ist, bedeutet für viele Tiere und deren Halter_innen puren Stress. Silvesterfeuerwerk kann bei Hunden Panikattacken auslösen. Sie sind verstört, nicht ansprechbar, zittern, lösen sich und wenn sie können, flüchten sie …

Kurzum sie erleiden erheblichen Stress. Gerade bei alten und/oder kranken Tieren ist dies äußerst problematisch, aber auch bei unerfahrenen Welpen und Junghunden. Neben rassespezifischen Eigenschaften (z.B. bei Hütehunden, die für ihre Geräuschempfindlichkeit bekannt sind) spielen auch Erfahrungen und das Verhalten der Hundehalter_innen eine ausschlaggebende Rolle bei dieser Form von Angst.

Dabei dieser Form von Angst mehrere Sinne „angesprochen“ werden, gestaltet sich ein Training zur Verhaltensänderung als nicht ganz so leicht. Empathie, Sensibilität und viel Erfahrung sind hier von Nöten.

Wie kann man seinen Hund auf die Knallerei zum Jahreswechsel vorbereiten?

Bereits in den Wochen vor dem Jahreswechsel sollten Sie beginnen, Ihren Hund auf die bevorstehende Knallerei vorbereiten. Prinzipiell ist es wichtig, dass Hunde bereits im Welpenalter an alle Alltagsgeräusche gewöhnt werden. Ein Fehler, der häufig von Hundehalter_innen gemacht wird, ist das Trösten und Beruhigen-wollen, wenn ihre Hunde Anzeichen von Angst haben. Richtiger, wäre es, den Hund wohlwollend durch eigenes souveränes Verhalten zu bestärken. Verhält man sich so, lernt der Hund, dass nichts Schlimmes passiert, dass der Mensch die Situation „im Griff hat“ und wird in Zukunft gelassener.

Im Fachhandel gibt es sogenannte Geräusch-CDs zur Desensibilierung von Hunden. Mithilfe dieser CDs kann man Hunde schrittweise an„unangenehme“ Geräusche gewöhnen. Allerdings sollte man damit frühzeitig beginnen. Also im Falle von Silvesterangst mehrere Wochen, besser Monate vor dem Jahreswechsel.

Unsere Hunde haben heutzutage einiges auszuhalten, daher sollte man sie auch mental stärken, damit sie fröhliche und umweltsichere Begleiter werden. Hunde, die in sich ruhen, können nachweislich besser mit stressigen Situationen umgehen. Durch faires Training, Erlernen vonTricks, Auseinandersetzung mit Umweltreizen, Nasenarbeit, Ruhe und Geborgenheit stärkt man das Selbstbewusstsein unserer Hunde und schafft somit eine wichtige Grundlage.

ein guter Tipp:

Die Geräusche-CDs sind unter der folgende Adresse zu beziehen:

SILENTDIVISION

Inhaber:Marco Düsterhöft

Tel: (0391)401 12 72

E-Mail: info@silent-division.de

Internet: www.silent-division.de

Bei der Therapie schwerwiegender Ängste sollte unbedingt ein/e erfahrene(r) und kompetente(r) Hundetrainer(in) den Weg begleiten. Schnell kann es passieren, dass durch Unwissenheit Ängste verstärkt werden.

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